 ##  [Gewinn Je Aktie](/de/node/52106) 

 Definition

Der auf jede ausstehende Stammaktie entfallende Anteil des Jahresüberschusses eines Unternehmens, berechnet als Nettogewinn abzüglich Vorzugsdividenden geteilt durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Stammaktien während des Berichtszeitraums.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Residualgewinne auf einzelne Eigenkapitaleinheiten verteilen, um die Rentabilität auf Aktienbasis auszudrücken und Vergleiche über Zeit und zwischen unterschiedlich großen Unternehmen zu ermöglichen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Meldet ein Unternehmen einen Nettogewinn von 10 Mio. USD, zahlt 0,5 Mio. USD an Vorzugsdividenden und hat 2 Mio. gewichtete durchschnittliche Stammaktien, dann EPS = (10.000.000 − 500.000) / 2.000.000 = 4,75 USD je Aktie.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Verwendung des Basic EPS zum Vergleich von Unternehmen mit stark unterschiedlichen Kapitalstrukturen, ohne Verwässerung, Einmaleffekte oder unterschiedliche Rechnungslegung anzupassen, kann Anleger in die Irre führen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Richtig angewandt liefert EPS eine einfache Rentabilitätskennzahl je Aktie, die in Bewertungskennzahlen, Wachstumsanalysen und Investorenkommunikation eingeht; sie informiert über Dividendenfähigkeit und Leistungsziele.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Statt Gewinn je Aktie könnte man Gewinn je investiertem Kapital oder Gewinn je Mitarbeiter betrachten; dies verlagert den Fokus von Aktionärsverwässerung auf Kapital- oder Betriebseffizienz.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

EPS schließt nicht beherrschende Anteile in konsolidierten Einheiten nur aus, wenn dies angegeben ist; es spiegelt keine Cashflows, Investitionsausgaben, Aktienrückkäufe oder das Timing der Ergebniswirkung wider; unterscheidet sich in Basis- und Verwässerungswerten und ist nur sinnvoll bei offengelegter Berechnungsmethode.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

EPS steht im Wettbewerb mit cashbasierten Kennzahlen und Eigenkapitalrenditen: EPS zeigt den buchhalterischen Gewinn je Aktie, während cashbasierte oder renditeorientierte Maße Liquidität oder Effizienz betonen und so zu unterschiedlichen Einschätzungen der Unternehmenslage führen.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Earnings per Share gibt den buchhalterischen Gewinn je Stammaktie an, indem der angepasste Nettogewinn durch die gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl geteilt wird; es ist ein standardisiertes, disclosure‑abhängiges Maß zur Vergleichbarkeit der Rentabilität je Aktie, das zusammen mit Verwässerungs- und Cash‑Informationen interpretiert werden muss.