 ##  [Eigenkapital (Buchhaltung)](/de/node/52175) 

 Definition

Der verbleibende Anspruch der Eigentümer an den Vermögenswerten einer Einheit nach Abzug der Verbindlichkeiten; der Eigenkapitalbereich in der Bilanz, der üblicherweise Einlagen, Gewinnrücklagen, sonstiges Ergebnis und ähnliche Posten umfasst.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Begründet in der Bilanzgleichung Vermögen = Schulden + Eigenkapital; Eigenkapital verändert sich durch Kapitalzuführungen und -entnahmen, Periodenergebnisse, sonstiges Ergebnis und erforderliche Anpassungen und unterliegt anerkannten Ansatz- und Bewertungsregeln.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Ein Unternehmen mit Vermögenswerten in Höhe von 1.000 und Verbindlichkeiten von 600 weist ein Eigenkapital von 400 aus; die Ausgabe neuer Aktien gegen 200 erhöht das Eigenkapital auf 600, die Ausschüttung einer Dividende von 50 verringert die Gewinnrücklage auf 550.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Buchkapitalposition mit der Marktkapitalisierung verwechseln oder Eigenkapital als sofort verfügbares Barguthaben für Ausschüttungen betrachten, ohne Liquidität, rechtliche Beschränkungen oder frühere Verluste zu berücksichtigen; oder Posten ins Eigenkapital aufnehmen, die die Ansatzkriterien nicht erfüllen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Richtig ausgewiesenes Eigenkapital unterstützt Solvabilitätsanalysen, Verschuldungskennzahlen, Renditeberechnungen und rechtmäßige Ausschüttungsentscheidungen und zeigt Entwicklungen der Eigentümeransprüche im Zeitverlauf.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Wird das Konzept umgekehrt und Eigenkapital als Schuld (vertragliche Verpflichtung) betrachtet, ändern sich Bewertung und Ausweis: Bestimmte als Eigenkapital klassifizierte Instrumente müssten als Verbindlichkeiten neu eingeordnet werden, was Kennzahlen und regulatorische Behandlung beeinflusst.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Bezieht sich nur auf in der Bilanz anerkannte Komponenten; schließt außerbilanzielle Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten, die noch nicht angesetzt sind, sowie ökonomische Bewertungsgrößen wie Unternehmenswert oder Markt-/Buchwertvergleiche aus.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spannung besteht zwischen ‚Buchkapital‘ (bilanzielle Restgröße), ‚Eigentümeranteil‘ (Eigentumsquote) und ‚ökonomischem Eigenkapital‘ (Markt- oder beizulegender Zeitwert); derselbe Begriff bezeichnet in Berichtswesen, Recht und Bewertung verschiedene Konzepte.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Eigenkapital (Buchhaltung) ist der bilanzielle, residuale Anspruch der Eigentümer an den Nettovermögenswerten, der durch Anwendung der Anerkennungs- und Bewertungsregeln entsteht und im Abschluss die kumulierten Einlagen, einbehaltenen Ergebnisse und Anpassungen abbildet.