 ##  [Beschaffungskennzahl](/de/node/52673) 

 Definition

Eine quantitative Kennzahl zur Bewertung, Überwachung oder Auslösung von Entscheidungen über Beschaffungsprozesse und Lieferantenleistung, z. B. Lieferzeit, Lieferquote, Häufigkeit von Fehlbeständen, Lagerumschlag, On-Time-In-Full (OTIF) und Lieferantenfehlerquote.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Kennzahlen sollten spezifisch, messbar und an den Zielen ausgerichtet sein und so gestaltet werden, dass sie auf Ursachen hinweisen; eine Kombination aus Leading- und Lagging-Indikatoren ermöglicht die Erklärung vergangener Leistung und die Signalisierung zukünftiger Risiken.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Das Einkaufsteam verfolgt eine Lieferquote von 98 % gegenüber einem Ziel von 99,5 % und beobachtet die Varianz der Lieferzeiten; eine steigende Varianz löst eine Lieferantenentwicklungsmaßnahme aus, um zukünftige Fehlbestände zu vermeiden.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Sich auf eine einzige Kennzahl wie Lagerbestand ohne Kontext zu stützen, was zu Hortung führen kann, um Ziele zu erreichen, und Probleme in Prognose oder Lieferzuverlässigkeit verdeckt.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Gut gewählte Kennzahlen ermöglichen konsistentes Performance-Management, unterstützen Entscheidungsautomatisierung (Bestellauslöser, Eskalationen) und fokussieren Verbesserungen auf Ursachen statt Symptome.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Ausschließlich qualitative Bewertungen oder vage Beschreibungen ohne messbare Indikatoren verwenden, wodurch Entscheidungen subjektiv und nicht reproduzierbar werden.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt für messbare Attribute von Beschaffungsprozessen und Lieferantenperformance; schließt rein finanzielle Kennzahlen aus, sofern sie nicht explizit an Beschaffungsverhalten gekoppelt sind (z. B. Stückkosten gebunden an Einkaufsentscheidungen).

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spannung zwischen leicht messbaren Kennzahlen und solchen, die tatsächlich relevant sind; erstere sind verbreitet, können aber irreführend sein, wenn sie nicht den Zielen dienen.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Eine Beschaffungskennzahl ist ein bewusst ausgewähltes numerisches Signal, das, kontextualisiert und über Dimensionen hinweg kombiniert, operative Daten in handlungsfähige Informationen für Überwachung und Entscheidungen verwandelt.