Definition
Ein breit gefasster Preisindex für alle im Inland produzierten Endgüter und Dienstleistungen, berechnet als 100 × (nominales BIP / reales BIP) und verwendet, um nominale Größen in reale Größen umzuwandeln.
Prinzip
Prinzip
Aggregierte Preisänderungen messen, indem der Wert der Produktion zu laufenden Preisen mit einem konstanten Preismaßstab verglichen wird; der Index reflektiert Preisänderungen und Produktionszusammensetzungsverschiebungen.
Demonstration
Demonstration
Liegt das nominale BIP bei 1.050 und das reale BIP (Basispreise) bei 1.000, beträgt der BIP‑Deflator 105, was auf einen durchschnittlichen Preisanstieg von 5 % für im Inland produzierte Güter und Dienstleistungen gegenüber der Basis hinweist.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Den BIP‑Deflator direkt als Ersatz für den Verbraucherpreisindex zu verwenden, um die Inflation der Haushalte zu bestimmen, obwohl sich Abdeckung und Gewichtung unterscheiden (Deflator schließt Importe aus, beinhaltet Investitionen und Staatsleistung).
Konsequenz
Konsequenz
Richtig eingesetzt ermöglicht der Deflator die Deflation nominaler Aggregate und liefert eine gesamtwirtschaftliche Inflationsgröße, die an die Produktionszusammensetzung gebunden ist, nicht an einen festen Warenkorb.
Umkehrung
Umkehrung
Verbraucherpreisindizes (VPI) oder Erzeugerpreisindizes (PPI), die einen festen Korb von Konsumgütern oder Inputpreisen abbilden statt aller im Inland produzierten Endgüter und -dienstleistungen.
Abgrenzung
Abgrenzung
Erfasst nur Preise inländisch produzierter Endgüter und -dienstleistungen; importpreise sind ausgeschlossen, der Wert verändert sich mit der Produktionsstruktur, und methodische Entscheidungen (chain vs. Festbasis) beeinflussen die Vergleichbarkeit.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zum VPI/PPI, weil die Abdeckung und Gewichtung des Deflators sich mit der Produktion verändern können, wodurch Abweichungen von haushaltsbezogenen Inflationsmessungen entstehen.
Synthese
Synthese
Der BIP‑Deflator ist der produktionsbezogene Aggregatpreisindex, der nominales BIP in reale Größen überführt und gesamtwirtschaftliche Inflationsentwicklungen unter Berücksichtigung sich ändernder Produktionsanteile abbildet.