Definition
Ein Maß dafür, wie stark die angebotene Menge eines Gutes oder einer Dienstleistung auf eine Preisänderung reagiert, üblicherweise ausgedrückt als prozentuale Änderung der Angebotsmenge geteilt durch die prozentuale Preisänderung (ΔQs%/ΔP%).

Prinzip

Prinzip
Das Angebot ist elastischer, wenn Produzenten Produktion oder Marktbeteiligung schnell und kostengünstig anpassen können; wichtige Determinanten sind Zeithorizont, Produktionsflexibilität, Verfügbarkeit von Produktionsfaktoren und Lagerbestände.

Demonstration

Demonstration
Ein Softwareunternehmen kann bei Preissteigerungen Lizenzen rasch ausweiten und zeigt dadurch hohe Angebotselastizität; ein Landwirt kann saisonale Erträge nicht sofort erhöhen und hat daher kurzfristig geringe Elastizität.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Die Angebotselastizität mit der Steigung der Angebotskurve gleichzusetzen oder davon auszugehen, dass Elastizität über große Preisbereiche konstant ist, führt zu falschen Vorhersagen.

Konsequenz

Konsequenz
Kenntnis der Angebotselastizität leitet Politik- und Geschäftsentscheidungen — erwartete Mengenreaktionen auf Steuern, Subventionen oder Preisänderungen bestimmen Verteilungseffekte, Einnahmen und Wohlfahrt.

Umkehrung

Umkehrung
Das Umgekehrte ist unelastisches Angebot, bei dem die angebotene Menge sich kaum bei Preisänderungen ändert; durch Umkehr der Determinanten (z. B. Langfrist vs. Kurzfrist) ändert sich die Elastizitätsklassifikation.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt für einen angegebenen Markt, Zeitraum und unter ceteris‑paribus‑Bedingungen; beschreibt nicht das Nachfrageverhalten und erfasst keine angebotsseitigen Schocks, die nicht durch den Preis gesteuert werden.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Wird häufig mit der Preiselastizität der Nachfrage oder mit der Steigung der Angebotskurve verwechselt; Elastizität ist ein einheitenfreies Prozentmaß, die Steigung jedoch ein einheitenabhängiger Wert.

Synthese

Synthese
Die Angebotselastizität fasst Produzentenreaktionen auf Preissignale zusammen, indem sie Zeit, Technik und Ressourcenbeschränkungen in einem prozentualen Index vereint, der Mengenanpassungen bei Preisänderungen vorhersagt.