Definition
Eine theoretische Marktform, in der viele kleine Unternehmen ein homogenes Gut verkaufen, jedes Unternehmen Preisnehmer ist, Informationen symmetrisch und kostenfrei sind und Eintritt und Austritt frei erfolgen können.

Prinzip

Prinzip
Wenn Unternehmen Preisnehmer sind und einem perfekt elastischen Marktpreis gegenüberstehen, gleichen sie Preis und Grenzkosten an; die ordnende Idee ist, dass freier Markteintritt und homogenes Gut dauerhafte ökonomische Gewinne eliminieren und Allokationseffizienz erzeugen.

Demonstration

Demonstration
Ein stilisierter Markt für ein einheitliches Agrarkommodum, in dem Tausende von Kleinproduzenten den geltenden Marktpreis akzeptieren und die individuelle Produktionsentscheidung den Preis nicht beeinflusst.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Ein Markt mit vielen Anbietern, aber signifikanter Produktdifferenzierung, Suchkosten oder regulatorischen Beschränkungen fälschlich als vollkommene Konkurrenz zu bezeichnen und damit Marktmacht und Informationsfriktionen zu übersehen.

Konsequenz

Konsequenz
Im Modell erzielen Unternehmen langfristig null ökonomischen Gewinn, der Preis entspricht den Grenzkosten, der Konsumentenrente ist maximiert und Ressourcen werden effizient zugewiesen, sofern keine Externalitäten oder öffentlichen Güter vorliegen.

Umkehrung

Umkehrung
Ein Markt, in dem Unternehmen Preissetzungsmacht besitzen (Monopol oder Oligopol), Produkte differenziert sind oder der Eintritt blockiert wird, führt zu gegensätzlichen Ergebnissen: Preise über den Grenzkosten und positive ökonomische Gewinne.

Abgrenzung

Abgrenzung
Ein idealisierter Bezugsrahmen; schließt Märkte mit Produktdifferenzierung, asymmetrischer Information, erheblichen Transaktionskosten, Netzwerkeffekten, Größenvorteilen, die zu natürlichen Monopolen führen, oder rechtlichen und strategischen Markteintrittsbarrieren aus.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Häufig wird der Begriff mit allgemeiner Wettbewerbsintensität verwechselt; die Spannung besteht zwischen den scharfen Modellannahmen und der Realität, in der Märkte nur unterschiedliche Grade von Wettbewerb aufweisen.

Synthese

Synthese
Vollkommene Konkurrenz ist ein normativer und analytischer Maßstab: viele preisnehmende Unternehmen verkaufen identische Güter unter kostenfreier Information und freiem Eintritt, was Preis gleich Grenzkosten und langfristig null ökonomischen Gewinn nach sich zieht.