Definition
Ein quasi-experimentelles Design, das kausale Effekte identifiziert, indem es eine Schwelle in einer Zuweisungsvariablen ausnutzt: Einheiten knapp ober- und unterhalb der Schwelle werden verglichen unter der Annahme, dass die potenziellen Outcomes an der Schwelle stetig sind.
Prinzip
Prinzip
Wenn die Zuweisung der Behandlung diskontinuierlich an einer bekannten Schwelle springt, während andere Determinanten des Outcomes glatt verlaufen, kann die Diskontinuität des Outcomes an der Schwelle der Behandlung zugeschrieben werden; die Identifikation ist lokal an der Schwelle.
Demonstration
Demonstration
Schätzung des Effekts eines Stipendiums, das an Studierende mit Testwerten oberhalb einer Grenzmarke vergeben wird, durch Vergleich der Ergebnisse (z. B. Universitätszugang) von Studierenden mit Werten knapp ober- und knapp unterhalb der Schwelle, unter Kontrolle von Score‑Polynomen und Bandbreitenwahl.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Missachtung von Manipulationen der Laufvariablen in der Nähe der Schwelle (Sorting), Wahl einer ungeeigneten Bandbreite oder Polynomordnung oder Extrapolation der RD‑Schätzungen weit weg von der Schwelle, wodurch die lokale kausale Interpretation ungültig wird.
Konsequenz
Konsequenz
Wenn die Stetigkeitsannahme gilt und keine Manipulation vorliegt, liefert RD glaubwürdige lokale Kausalschätzungen an der Schwelle; dichte‑Tests, Bandbreiten‑Sensitivität und lokale Polynomspezifikationen sollten berichtet werden.
Umkehrung
Umkehrung
Ein Setting mit randomisierter Zuweisung über die gesamte Verteilung, in dem Effekte global geschätzt werden können, oder eine Regression, die eine parametrische Form annimmt, ohne eine Schwelle auszunutzen.
Abgrenzung
Abgrenzung
RD identifiziert Effekte lokal an der Schwelle und erfordert eine klar definierte Zuweisungsvariable und einen Cutoff; es identifiziert keine durchschnittlichen Effekte fern der Schwelle und unterscheidet zwischen 'sharp' und 'fuzzy' RD‑Designs.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Überlappt mit Instrumentalvariable‑Logik (ein diskontinuierliches Instrument) und lokalen Randomisierungsansätzen; Spannung entsteht bei der Wahl von RD‑Bandbreiten gegenüber IV‑Durchschnitten oder bei der Generalisierung lokaler RD‑Schätzungen.
Synthese
Synthese
Die Regressionsdiskontinuität nutzt eine diskontinuierliche Zuweisungsregel an einem bekannten Cutoff, um einen lokalen Kausaleffekt unter den Annahmen von Stetigkeit und Nichtmanipulation zu identifizieren; ihre Stärke liegt in klarer lokaler Identifikation und diagnostischen Prüfungen zur Absicherung der Glaubwürdigkeit.