Definition
Eine quantitative Messgröße zur Beurteilung eines Aspekts der Bestandsleistung, -position oder -effizienz — z. B. Umschlag, Lagerreichweite (Tage), Servicegrad, Fehlmengenquote oder Lagerhaltungskosten als Prozentsatz des Bestandswerts.

Prinzip

Prinzip
Kennzahlen sollten mit Unternehmenszielen verknüpft, aus verlässlichen Daten berechenbar und handlungsorientiert sein — sie müssen Entscheidungen auslösen oder anzeigen, wann eingegriffen werden muss.

Demonstration

Demonstration
Berechnung der Lagerreichweite als (durchschnittlicher Lagerbestand zu Kosten / Wareneinsatz) × 365, um das im Lager gebundene Umlaufvermögen zu überwachen und Produktgruppen zu vergleichen.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Sich ausschließlich auf den Lagerumschlag zu verlassen, ohne nach SKU-Lebenszyklus und Lieferzeit zu segmentieren, wodurch sich langsam drehende Bestände verborgen bleiben können, obwohl der Umschlag gut aussieht.

Konsequenz

Konsequenz
Geeignete Kennzahlen ermöglichen klarere Abwägungen zwischen Service und Kosten, priorisieren Verbesserungsvorhaben und liefern objektive Ziele für Richtlinien und Prozessänderungen.

Umkehrung

Umkehrung
Nur qualitative Beurteilungen oder Ad-hoc-Aussagen zu verwenden statt messbarer Indikatoren, wodurch die Leistung unklar bleibt und sich nicht systematisch verbessern lässt.

Abgrenzung

Abgrenzung
Beinhaltet operative, finanzielle und serviceorientierte Messgrößen des Bestands; schließt übergeordnete Unternehmens-KPIs aus, die den Lagerbestand nicht direkt widerspiegeln (außer sie werden als direkter Bestandsquotient ausgedrückt).

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Es besteht eine Spannung zwischen einfachen Verhältniszahlen (Umschlag) und komplexen zusammengesetzten Indizes; einfache Kennzahlen sind leichter zu berechnen, können jedoch Kontext vermissen lassen, während zusammengesetzte Indizes schwerer konsistent zu interpretieren sind.

Synthese

Synthese
Eine Bestandskennzahl wandelt Bestandsdaten in eine fokussierte numerische Aussage über Leistung oder Position um, die zeitlich, standortübergreifend und gegen Ziele vergleichbar ist, um Entscheidungen zu steuern.