Definition
Ein Marktphänomen, bei dem asymmetrische Information über private Eigenschaften der Marktteilnehmer vor einem Vertrag dazu führt, dass höheres Risiko oder geringere Qualität überrepräsentiert sind, was zu Pooling, Preisänderungen oder Marktversagen führt.
Prinzip
Prinzip
Wenn Käufer und Verkäufer vor Vertragsabschluss nicht die gleichen Informationen über relevante Attribute haben, selektieren sich Individuen mit nachteiligen privaten Merkmalen selbst in Transaktionen, wodurch Gleichgewichtspreise und -mengen verändert werden.
Demonstration
Demonstration
Auf einem freiwilligen Krankenversicherungsmarkt mit einheitlichen Prämien schließen eher Personen mit erwartbar hohen Gesundheitskosten umfassenden Schutz ab, wodurch die durchschnittlichen Kosten steigen und gesündere Personen sich zurückziehen.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Adverse Selection überall zu vermuten, wo ein Marktergebnis ineffizient wirkt, ohne zu prüfen, ob vorvertragliche private Information der relevante Faktor ist; dies zu nutzen, um pauschal hohe Risiken auszuschließen statt Screening-Mechanismen einzuführen.
Konsequenz
Konsequenz
Pooling-Gleichgewichte oder steigende Durchschnittspreise; Versicherer reagieren mit höheren Prämien, engerer Deckung, Underwriting, Pflichtversicherungen oder Screening, um den Markt zu stabilisieren.
Umkehrung
Umkehrung
Das Gegenteil ist Selektion nach beobachtbarer Qualität (positive Selektion) oder Fälle, in denen Signale und Screening Typen vollständig offenlegen, sodass Preise das tatsächliche Risiko reflektieren und Adverse Selection verschwindet.
Abgrenzung
Abgrenzung
Trifft auf vorvertraglich verborgene Informationen (private Typen) zu; umfasst keine nachvertraglichen versteckten Handlungen (Moral Hazard) oder symmetrische Informationsprobleme.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Wird oft mit Moral Hazard (nachvertragliches Verhalten) und allgemeinen asymmetrischen Informationsproblemen verwechselt; die Spannung besteht darin, ein Ergebnis der Auswahl zuzuschreiben statt Preis-, Regulierungs- oder Angebotsursachen.
Synthese
Synthese
Adverse Selection ist das Problem der vorvertraglichen Informationsasymmetrie: private Typunterschiede führen zu ungünstiger Selbstselektion in Transaktionen, erzeugen Pooling oder Marktversagen und lassen sich durch Screening, Signalisierung, Verpflichtungen oder Vertragsgestaltung mildern.